Auf zwei Monitoren beschäftigt sich “Adam und Eva” mit dem Sündenfall und im weitesten Sinne mit der daraus resultierenden Geschlechter- und Rollenverteilung in unserer Gesellschaft. Eva auf dem einen Monitor, Adam auf dem anderen. Ein Portrait. Mann und Frau sind getrennt voneinander, haben aber die Nacktheit gemeinsam. Eva zieht sich einen Apfel aus dem Mund, Adam parallel dazu eine Schlange. Die Schlange, die im Paradies als Verführerin der Frau fungiert und sie zu Kosten der Frucht verleitet, ist dieser Funktion enthoben, sie wird nie zusammen mit Eva gezeigt.
iPhone-Applikation
Mit der 2-Kanal-Installation “Adam und Eva” auf dem iPhone löst sich die Arbeit aus ihrem zumeist festen Umfeld. Adam ist das Gegenstück zur Applikation Eva, die beide zusammen innerhalb eines WLAN die Möglichkeit bieten, synchronisiert abgespielt zu werden. Aber auch wenn Eva nicht gegenwärtig ist oder es an einem WLAN mangelt, lässt sich eine 1-Kanal Version abspielen.
Die Kunstinstallation wird damit aus dem Ausstellungskontext herausgenommen und damit für Menschen unterwegs zugänglich. Dabei können sie andere daran teilhaben lassen und selbst die Initiative ergreifen, “Adam und Eva” zu inszenieren.
Als mobile Applikation ist “Adam und Eva” Unterhaltung und eine Anregung zugleich, Kunst in das öffentliche Leben zu tragen.
Im Juni 2009 war Adam und Eva als Installation auf der Paradise Art in Basel in der Schweiz zu sehen. Hierfür wurden auch die beiden iPhone Applikationen entwickelt.
Die Begriffe rufen bei vielen Menschen unterschiedlichen Assoziationen hervor. Verschiedene religiöse Geschichten umgeben die beiden anscheinend ersten Menschen aus einer anderen Zeit.
Vielleicht sieht man ein Werk von Lukas Cranach vor seinem inneren Auge oder eine religiöse Darstellung aus den letzten vergangenen Jahrhunderten.
Bis heute finden wir viele Interpretationen und Bilder ihrer Existenz und Konsequenz ihres damaligen Handels und beziehen es auf unsere Gesellschaftsstrukturen und unser Zeitalter.
Im Fernseh- und Videozeitalter gibt es außer der Malerei weitere Möglichkeiten und Medien sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Video-Installation
“Adam und Eva” ist eine Videoinstallation ohne Ton, die sich auf zwei Monitoren oder zwei Projektionsflächen, die sich gegenüber stehen, präsentiert. Der Videoloop weist mehrere Schwarzbildsequenzen auf. Der Betrachter ist dadurch darauf angewiesen seine Standposition und seine Sicht auf die Zwei-Kanal-Installation zu ändern. Erst nach einiger Zeit erschließt sich ihm das ganze Bild und die ‘Geschichte’.
Auf dem 10. EpsonFotoFestivalNaarden 2007 präsentierte sich Adam und Eva als Videoinstallation in der Kirche ‘Grote Kerk’ in der Austellung Paradise in Naarden, Amsterdam.
Adam und Eva wurde im Internationalen Wettbewerb 2005 auf der Kunstfilmbiennale in Köln als Video gezeigt.




